2012/284
Postulat von Martin Luchsinger (GLP) und Isabel Garcia (GLP) vom 04.07.2012:
Einsatz von synthetischem Eis bei der Realisierung öffentlich finanzierter Eisflächen für den Breitensport
Von Martin Luchsinger (GLP) und Isabel Garcia (GLP) ist am 4. Juli 2012 folgendes Postulat eingereicht worden:
Der Stadtrat wird gebeten zu prüfen, wie synthetisches Eis aufgrund der energetischen Vorzüge und der tieferen Betriebskosten als Standard für die Realisierung von öffentlich finanzierten Eisflächen für den Breitensport (z.B. Aussenfeld - Sportzentrum Heuried) in der Stadt Zürich definiert werden kann. Für bestehende Anlagen soll im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt Zürich periodisch ein Ersatz mit synthetischem Eis geprüft werden.
Begründung:
Im Fussball haben sich Kunstrasenspielfelder als Alternative zu Naturrasenspielfeldern durchgesetzt und bieten mittlerweile sogar die Möglichkeit, längere und intensivere Nutzung für mehr (Breiten-)Sportler sicherzustellen.
Synthetisches Eis (Kunststoffeis) bietet neben einer intensiveren und ausgedehnteren Nutzung (z.B. ganzjährig) vor allem auch energetische, ökologische und ökonomische Vorteile. So ist synthetisches Ice (Synthice) in einer langfristigen Gesamtkostenbetrachtung gegenüber Kunsteis genauso klar im Vorteil, wie in der energetischen Gesamtbetrachtung und der Ökobilanz. (Laut BKW Energiebilanz zum Produkt „Nordic Ice“ verursacht dieses im Vergleich zum normalem Kunsteis 20 mal weniger Primärenergieverbrauch, 12 mal weniger Treibhausgasemissionen und erhält über 30% weniger Umweltbelastungspunkte.)
Im Rahmen des Neubaus des Sportzentrums Heuried steht der Ausbau eines Ausseneisfeldes für die Zürcher Bevölkerung an. Angesichts der oben beschriebenen Vorteile und aufgrund der vom Volk klar befürworteten Nachhaltigkeitsziele der Stadt Zürich (2000-Watt-Gesellschaft) gilt es zu überprüfen, wie syntethischen Eis als Standard für mehrheitlich vom Breitensport genutzte Eisflächen definiert werden kann.
Die zusätzlich mögliche Outdoor Nutzungsdauer auch in wärmeren Jahreszeiten, würde es Eissportlern ausserdem erlauben, ihr Training auch im Sommer auf einer energetisch und ökologisch sinnvollen Kunststoff-Eisfläche in ihrer Nähe zu absolvieren.
Für bereits bestehende Eisflächen (Indoor & Outdoor) soll der Stadtrat in Zusammenarbeit mit dem Sportamt in einer Nachhaltigkeitsstrategie definieren, wie und wann weitere Flächen mit synthetischem Eis ersetzt werden können. Langfristig soll in Abhängigkeit der Entwicklung des Kunststoffeises periodisch überprüft werden, inwiefern auch Wettkampfflächen erfolgreich ökologisiert werden können.
Mitteilung an den Stadtrat
2012/284
Postulat von Martin Luchsinger (GLP) und Isabel Garcia (GLP) vom 04.07.2012:
Einsatz von synthetischem Eis bei der Realisierung öffentlich finanzierter Eisflächen für den Breitensport
Gemäss schriftlicher Mitteilung ist der Vorsteher des Schul- und Sportdepartements namens des Stadtrats bereit, das Postulat zur Prüfung entgegenzunehmen.
Es wird weder ein Ablehnungs- noch ein Textänderungsantrag gestellt.
Damit ist das Postulat dem Stadtrat zur Prüfung überwiesen.
Mitteilung an den Stadtrat