2010/63
Postulat von Christine Seidler (SP) und Dr. Ueli Nagel (Grüne) vom 27.01.2010:
Erhaltung von Brachflächen für eine zeitlich beschränkte Zwischennutzung für Kultur, Gesellschaft und Natur
Von Christine Seidler (SP) und Dr. Ueli Nagel (Grüne) ist am 27. Januar 2010 folgendes Postulat eingereicht worden:
Der Stadtrat wird gebeten zu prüfen, wie im Rahmen der zu erwartenden Verdichtung in der Stadt- und Raumentwicklung bewusst ein Anteil an Brachflächen erhalten werden kann. Die rasche Zwischennutzung brachliegender Flächen dient der grün-urbanen Intervention in Form interkultureller Gärten oder Kulturräume.
Begründung:
In jeder Stadt gibt es Baubrachen, die oft jahrelang ein unzugängliches Dasein fristen. Im positiven Fall entwickeln sich darauf Ruderalflächen, die zu kleinen Biotopen mit hoher Biodiversität heranwachsen. Oder auch zeitlich beschränkte Zwischennutzungen für Kultur, Gesellschaft oder Natur. Bewusst genutzte Brachflächen, leisten einen wertvollen Beitrag zur ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit auf Quartierebene. Dies durch die identitätsstiftende, zeitlich beschränkte, klar kommunizierte und gelenkte Zwischennutzung.
Die Erfahrungen mit der stillgelegten Gärtnerei in Seebach, der sogenannten «Seebrache» zeigen, dass eine partizipative Gestaltung und Nutzung von Freiraum einen wertvollen Beitrag zur Identitäts- und Quartierentwicklung leisten kann. Die positive «Besetzung» des Geländes fördert den Bezug zum Grünen im Quartier und liefert Anstösse im Bereich Soziokultur.
Mitteilung an den Stadtrat