2011/236
Postulat von Alecs Recher (AL) und Catherine Rutherfoord (AL) vom 29.06.2011:
Ermöglichung einer Supervision für die Mitarbeiterinnen von Flora Dora
Von Alecs Recher (AL) und Catherine Rutherfoord (AL) ist am 29. Juni 2011 folgendes Postulat eingereicht worden:
Der Stadtrat wird gebeten zu prüfen, den Mitarbeiterinnen von Flora Dora, die mit Sexworkerinnen arbeiten, auf den baldmöglichsten Zeitpunkt wieder Supervision zu ermöglichen.
Begründung:
Die Mitarbeiterinnen von Flora Dora sind nachts mit ihrem Bus für die Sexworkerinnen, die auf dem Strassenstrich arbeiten, als Anlauf- und Beratungsstelle vor Ort da. In dem Bus finden die Sexworkerinnen offene Ohren und Kontaktpersonen, zu denen sie Vertrauen aufbauen können. Im sicheren und warmen Umfeld können sie kurze Pausen machen, bekommen Unterstützung und Antworten bei Sorgen und Fragen. Die Frauen schätzen und nutzen das Angebot sehr, entsprechend gross ist die Nachfrage.
Die Mitarbeiterinnen von Flora Dora gehen einer menschlich anspruchsvollen und belastenden Arbeit nach. Jede Nacht werden sie mit harten Schicksalen und Geschichten konfrontiert, die ihnen die Frauen erzählen. Damit eine solche soziale Tätigkeit auf längere Zeit ausgeübt werden kann, ohne selbst auszubrennen, ist der begleitete Austausch in der Supervision unabdingbar. Dass dies den Mitarbeiterinnen gestrichen wurde, ist weder verständlich noch verantwortungsvoll. Die Supervision soll daher so schnell als möglich wieder eingeführt werden.
Mitteilung an den Stadtrat
2011/236
Postulat von Alecs Recher (AL) und Catherine Rutherfoord (AL) vom 29.06.2011:
Ermöglichung einer Supervision für die Mitarbeiterinnen von Flora Dora
Gemäss schriftlicher Mitteilung ist der Vorsteher des Sozialdepartements namens des Stadtrats bereit, das Postulat zur Prüfung entgegenzunehmen.
Namens der SVP-Fraktion stellt Mauro Tuena (SVP) den Ablehnungsantrag.
Damit ist das Geschäft vertagt.
Mitteilung an den Stadtrat