2005/424
Postulat von Roger Liebi (SVP) und Martin Burger (SVP) vom 26.10.2005:
KMU, Massnahmenplan
Von Roger Liebi (SVP) und Martin Burger (SVP) ist am 26.10.2005 folgendes Postulat eingereicht worden:
Der Stadtrat wird gebeten, einen spätestens ab dem 1.1.2008 umzusetzenden Massnahmenplan unter dem Motto „Zürich ist für KMU-Betriebe überdurchschnittlich attraktiv“ auszuarbeiten.
Der Massnahmenplan enthält insbesondere konkrete Schritte betreffend:
- Abbau von Gebühren jeglicher Art wie z. B. Abfall- und Abwassergebühren, Bearbeitungsgebühren, Gebühren für Bewilligungen (insbesondere bei Bau- und Umbaugesuchen)
- Verkürzung und Vereinfachung von Baubewilligungen
- Reduktion der Regulierungen, z. B. im Baubereich durch Verzicht auf Höchststandards
- Reduktion des Steuerfusses
- Liberalere Bewilligungspraxis für Parkplätze mit dem Ziel, dass jeder Gewerbebetrieb in unmittelbarer Nähe Kundenparkplätze und Möglichkeiten zum Güterumschlag anbieten kann
- Bereitstellung von genügend bzw. genügend grossen Gewerberäumlichkeiten, namentlich für verarbeitendes Gewerbe, durch Flexibilisierung der Wohnquoten
- Submissionen, welche insbesondere auch auf die Bedürfnisse der stadtzürcher KMU's Rücksicht nimmt.
- Abgestufte Entlastung für KMU's, welche Lehrlinge ausbilden. Die Abstufung soll Kleinst- und Kleinbetriebe besonders begünstigen. Insbesondere sind Steuerreduktionen und/oder Reduktion von Regulierungen bei der Lehrlingsausbildung zu berücksichtigen.
Begründung:
Ca. 80% aller Arbeitsplätze in der Stadt Zürich werden von KMU's bereitgestellt. Hinsichtlich Schaffung und Erhalt von Arbeitsplätzen wird damit klar, dass den KMU's überdurchschnittlich grosse Bedeutung zukommt.
Trotzdem konzentriert sich die Zürcher Stadtregierung in ihrer Wirtschaftsförderung v. a. auf Grossunternehmen, was durch eine Anzahl von Publikationen unterstrichen wird.
Unterstrichen wird die Vernachlässigung der KMU's durch den wiederholten Abbau von Parkplätzen, durch Aussagen des Gewerbes in jüngsten Umfragen aber nicht zuletzt auch durch eindeutige statistische Daten. So zogen seit 1997 netto 1270 Firmen aus der Stadt Zürich, brutto waren es sogar sage und schreibe 4269. Geht man davon aus, dass jeder abgewanderte Betrieb nur 1 Mitarbeiter beschäftigte, würde die aktuelle Arbeitslosenzahl um bereits 50% gesenkt!
2005/424
Postulat von Roger Liebi (SVP) und Martin Burger (SVP) vom 26.10.2005:
KMU, Massnahmenplan
Roger Liebi (SVP) begründet das Postulat (vergleiche Protokoll-Nr. 4713/2005).
Gemäss Zuschrift vom 7. Dezember 2005 ist der Stadtrat nicht bereit das Postulat zur Prüfung entgegenzunehmen. Der Vorsteher des Finanzdepartementes erklärt die Haltung des Stadtrates auch noch mündlich.
Markus Schwyn (SVP) beantragt Abstimmung unter Namensaufruf.
Offensichtlich unterstützen mehr als 30 Ratsmitglieder den Antrag, womit das Quorum erreicht ist (Art. 41 GeschO GR).
Die Abstimmung unter Namensaufruf ergibt:
Ja stimmten: Bruno Amacker (SVP), Ruth Anhorn (SVP), Roger Bartholdi (SVP), Dr. Guido Bergmaier (SVP), Dr. Arthur Bernet (SVP), Martin Burger (SVP), Monika Erfigen (SVP), Bruno Garzotto (SVP), Marina Garzotto (SVP), Susi Gut (SVP), Kurt Haueter (SVP), Theo Hauri (SVP), Dr. Bernhard im Oberdorf (SVP), Walter Isliker (SVP), Kurt Krebs (SL), Luigi Leoni (SVP), Roger Liebi (SVP), Hans Marolf (SVP), Hans Nikles (SVP), Karin Peter (SVP), Cornelia Schaub (SVP), Hedy Schlatter (SVP), Thomas Schwendener (SVP), Markus Schwyn (SVP), Bruno Sidler (SVP), Rolf Stucker (SVP), Mauro Tuena (SVP), Christopher Vohdin (SVP), Alexander Weber (SVP), Urs Weiss (SVP), Bruno Wohler (SVP)
Nein stimmten: Christian Aeschbach (FDP), Andreas Ammann (SP), Walter Angst (AL), Hans Bachmann (FDP), Jacqueline Badran (SP), Erika Bärtschi Hafner (FDP), Myriam Barzotto (SP), Michael Baumer (FDP), Rosemarie Berthoud (FDP), Heinz Bögle (SP), Anna Brändle Galliker (SP), Helmut Britz (SP), Gregor Bucher (Grüne), Judith Bucher (SP), Maya Burri-Wenger (SP), Marlène Butz (SP), Pierino Cerliani (Grüne), Ernst Danner (EVP), Massimo De Salvador (SP), Salvatore Di Concilio (SP), Marianne Dubs Früh (SP), Annamarie Elmer Lück (SP), Dominique Feuillet (SP), Doris Fiala (FDP), Dorothea Frei (SP), Balthasar Glättli (Grüne), Franziska Graf Wüthrich (SP), Uschi Heinrich (SP), Theresa G. Hensch-Stadelmann (FDP), Muriel Herzig (Grüne), Vreni Hollenweger (SP), Christoph Hug (Grüne), Heinz Jacobi (SP), Alexander Jäger (FDP), Luca Jagmetti (FDP), Fiammetta Jahreiss-Montagnani (SP), Dr. Thomas Kappeler (CVP), Hans Jörg Käppeli (SP), Markus Knauss (Grüne), Josef Köpfli (SP), Rolf Kuhn (SP), Hanspeter Kunz (EVP), Gerold Lauber (CVP), Albert Leiser (FDP), Daniel Leupi (Grüne), Prof. Dr. Kurt Maeder (CVP), Elisabeth Makwana-Boss (SP), Joe A. Manser (SP), Mario Mariani (CVP), Thomas Marthaler (SP), Min Li Marti (SP), Corine Mauch (SP), Hans-Ulrich Meier (FDP), Myrtha Meuli (SP), Dr. Mischa Morgenbesser (FDP), Yvonne Müller (SP), Rolf Naef (SP), Dr. Ueli Nagel (Grüne), Dr. Claudia Nielsen (SP), Dr. André Odermatt (SP), Kyriakos Papageorgiou (SP), Monika Piesbergen (FDP), Bernhard Piller (Grüne), Gisela Polloni Rohner (SP), Pascal Proamer (CVP), Peter Püntener (FDP), Anja Recher (AL), Beatrice Reimann (SP), Mark Richli (SP), Monjek Rosenheim (FDP), Mark Roth (SP), Marcel Savarioud (SP), Niklaus Scherr (AL), Urs Schmid (FDP), Robert Schönbächler (CVP), Christine Seidler (SP), Silvia Seiz-Gut (SP), Emil Seliner (SP), Prof. Dr. Werner Sieg (SP), Claudia Simon (FDP), Marianne Spieler Frauenfelder (SP), Anton Stäbler (CVP), Prof. Dr. Peter Stähli-Barth (SP), Heinz F. Steger (FDP), Christine Stokar Gasser (SP), Sabine Tobler (SP), Roger Tognella (FDP), Christian Traber (CVP), Dr. Eva Virag Jansen (Grüne), Dr. Doris Weber (FDP), Esther Weibel Waser (SP), Dr. Josef Widler (CVP), Markus Zimmermann (SP)
abwesend: Astrid Hirzel (CVP).
Zusammenfassung der Stimmabgaben:
Ja: 31
Nein 93
Abwesend 1
total Ratsmitglieder 125
Damit ist das Postulat mit 93 gegen 31 Stimmen abgelehnt.
Mitteilung an den Stadtrat.