2004/168
Postulat von Michael Baumer (FDP) und Theresa G. Hensch-Stadelmann (FDP) vom 31.3.2004:
Homepage der Stadt Zürich, verbesserte Gestaltung
Von Michael Baumer (FDP) und Theresa G. Hensch-Stadelmann (FDP) ist am 31.3.2004 folgendes Postulat eingereicht worden:
Der Stadtrat wird gebeten, zu prüfen, wie er die Homepage der Stadt Zürich ergonomischer gestalten kann und sie die entsprechenden technischen Normen einhält.
Begründung:
Aus der Arbeitswissenschaft ist bekannt, dass der Mensch auf einen Blick nur 6–8 Begriffe erkennen kann. Mit einer hierarchischen Darstellung kann diesem Umstand gut Rechnung getragen werden, ohne dass für jeden Begriff eine eigene Seite notwendig würde. Die Homepage der Stadt Zürich stellt jedoch ein Sammelsurium an gleichgewichteten Links dar, die zum Teil sehr grob, aber grösstenteils gar nicht hierarchisch gegliedert sind. Vor allem die Rubrik „weitere Links“ stellt einen ergonomischen Sündenfall dar. Als positives Beispiel kann dagegen die Homepage der Behörden von Basel-Stadt (www.bs.ch) genommen werden.
Die Suchmaschine auf der Homepage ist leider kaum benutzbar, bietet sie doch keine Gewichtung, noch ist in der Resultatliste der Inhalt der Seiten erkennbar (unklare Seitentitel, kein Textauszug). Nachdem die Firma „Google“ nun in die Region zieht, ist vielleicht der nötige Ansporn zur Verbesserung vorhanden.
Diejenigen Dokumente, welche dynamisch bereitgestellt werden haben so klingenden Namen wie „i271207.pdf“. Dass dieses Dokument die Gemeindeordnung darstellt ist leider nicht ersichtlich. Lesbare Titel sind für die Weiterverarbeitung der Dokumente essentiell.
Zu einer guten Ergonomie gehört auch eine vernünftige Reaktionszeit (< 1s). Diese liegt jedoch oft im Bereich 2 bis 3 Sekunden. Bei dynamischen Seiten zum Teil wesentlich mehr.
Leider sind zudem viele Seiten falsch codiert, so dass auf Nicht-Windowsrechnern Umlaute oftmals als Sonderzeichen erscheinen. Auch die Suchmaschine hat je nach Plattform des Besuchers Probleme mit den Umlauten.
Eine kurze Überprüfung der Seite mit dem offiziellen Validierungswerkzeug des World-Wide-Web-Konsortiums ergab zudem mehr als 100 Fehler allein auf der Hauptseite (der erste der, dass die verwendete Norm schon erst gar nicht angegeben wurde). Solche Seiten lassen sich von spezieller Software für Behinderte (insb. für Blinde) oftmals schlecht bis gar nicht verarbeiten und darstellen (siehe dazu auch das schlechte Abschneiden in der Studie der namics AG über behindertengerechte Webseiten der öffentlichen Hand).
In einem internationalen Vergleich von Städtehomepages hat das Design der städtischen Homepage den 2. Platz erhalten. Im Gesamtresultat war sie jedoch nur unter „ferner liefen“. Es wäre schön, wenn die Homepage nicht nur schön anzusehen, sondern auch brauchbar wäre.
2004/168
Postulat von Michael Baumer (FDP) und Theresa G. Hensch-Stadelmann (FDP) vom 31.3.2004:
Homepage der Stadt Zürich, verbesserte Gestaltung
Gemäss schriftlicher Mitteilung ist der Stadtpräsident namens des Stadtrates bereit das Postulat zur Prüfung entgegenzunehmen (vergleiche Protokoll-Nr. 2716/2004).
Namens der SVP-Fraktion stellt Mauro Tuena (SVP) den Ablehnungsantrag.
Damit ist das Geschäft vertagt.
Mitteilung an den Stadtrat.
2004/168
Postulat von Michael Baumer (FDP) und Theresa G. Hensch-Stadelmann (FDP) vom 31.3.2004:
Homepage der Stadt Zürich, verbesserte Gestaltung
Michael Baumer (FDP) begründet das Postulat (vergleiche Protokoll-Nr. 2716/2004).
Gemäss schriftlicher Mitteilung ist der Stadtpräsident namens des Stadtrates bereit das Postulat zur Prüfung entgegenzunehmen.
Mauro Tuena (SVP) hält am namens der SVP-Fraktion am 12. Mai 2004 gestellten Ablehnungsantrag fest, sofern der Text nicht mit dem Wort kostenneutral ergänzt wird (vergleiche Protokoll-Nr. 2837/2004).
Der Postulant lehnt diese Ergänzung ab.
Das Postulat wird mit 82 gegen 31 Stimmen dem Stadtrat zur Prüfung überwiesen.
Mitteilung an den Stadtrat.