Gemeinderat der Stadt Zürich

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Aktueller Stand

Zuständiges Departement Tiefbau- und Entsorgungsdepartement (TED)

Ablaufschritte

DatumDetails
25.11.2020Abschreibung

Text siehe unter GR Nr. 2020/101 (Verknüpfte Geschäfte)

Beschlussnummer: 3234
23.10.2019Nichtabschreibung

Text siehe unter GR Nr. 2019/119 (Verknüpfte Geschäfte, Beilage zum Kommissionsantrag)

Beschlussnummer: 1783
05.06.2013Überweisung, Frist 24 Monate

2012/103

Postulat von Simon Kälin (Grüne), Marlène Butz (SP), vertreten durch Christine Seidler (SP), und 25 Mitunterzeichnenden vom 14.03.2012:

Sicherung des Fortbestands der Voliere am Mythenquai sowie Abgeltung der von den Volieren Mythenquai und Seebach erbrachten Dienstleistungen mittels Vergabe von Leistungsaufträgen an die Trägervereine


Text siehe Dokumente

Dokumente: 2012_0103 Protokollauszug Beschluss.pdf (69 KB) 2012_0103 Protokollauszug substanziell.pdf (81 KB)
Beschlussnummer: 3988
28.03.2012Dringlicherklärung, nicht erfolgt

2012/103

Postulat von Simon Kälin (Grüne), Marlène Butz (SP) und 25 Mitunterzeichnenden vom 14.03.2012:

Sicherung des Fortbestands der Voliere am Mythenquai sowie Abgeltung der von den Volieren Mythenquai und Seebach erbrachten Dienstleistungen mittels Vergabe von Leistungsaufträgen an die Trägervereine

 

Beschlussfassung über den Antrag auf Dringlichkeit von Simon Kälin (Grüne) vom 21. März 2012 (vergleiche Protokoll-Nr. 2472/2012)

 

Die Dringlicherklärung wird von 61 Ratsmitgliedern unterstützt, womit das Quorum (63 Stimmen = Mehrheit der Ratsmitglieder gemäss Art. 88 Abs. 2 GeschO GR) nicht erreicht ist.

 

Mitteilung an den Stadtrat

Beschlussnummer: 2511
21.03.2012Dringlicherklärung, beantragt

2012/103

Postulat von Simon Kälin (Grüne), Marlène Butz (SP) und 25 Mitunterzeichnenden vom 14.03.2012:

Sicherung des Fortbestands der Voliere am Mythenquai sowie Abgeltung der von den Volieren Mythenquai und Seebach erbrachten Dienstleistungen mittels Vergabe von Leistungsaufträgen an die Trägervereine

 

Simon Kälin (Grüne) beantragt Dringlicherklärung und begründet diese: Der Vorschlag eines neuen Finanzierungsmodells ist inhaltlich zusammenhängend mit dem bereits dringlich behandelten Vorstoss zur Voliere Seebach. Die Voliere am Mythenquai kämpft aufgrund von prekären Finanzen sowie weiter steigenden Fallzahlen in der Notfallstation ums Überleben.

 

Der Rat wird über den Antrag am 28. März 2012 Beschluss fassen.

 

Mitteilung an den Stadtrat

Beschlussnummer: 2472
21.03.2012Stadtrat, Ablehnung
14.03.2012Eingang, Frist 3 Monate

2012/103

Postulat von Simon Kälin (Grüne), Marlène Butz (SP) und 25 Mitunterzeichnenden vom 14.03.2012:

Sicherung des Fortbestands der Voliere am Mythenquai sowie Abgeltung der von den Volieren Mythenquai und Seebach erbrachten Dienstleistungen mittels Vergabe von Leistungsaufträgen an die Trägervereine

 

Von Simon Kälin (Grüne), Marlène Butz (SP) und 25 Mitunterzeichnenden ist am 14. März 2012 folgendes Postulat eingereicht worden:

 

Der Stadtrat wird gebeten zu prüfen, wie der Fortbestand der Voliere Zürich am Mythenquai mit der HelpBird-Vogelpflegestation als bedeutendster Notfallstation, Pflege- und Kompetenzzentrum für verletzte oder geschwächte Wildvögel der Schweiz gewährleistet, die Infrastruktur saniert, die Notfallstation in einer Richtlinie betreffend den Umgang mit verletzt oder krank aufgefundenen Wildvögeln verankert und die von den Volieren Mythenquai und Seebach erbrachten Dienstleistungen mittels Vergabe von Leistungsaufträgen an die Trägervereine abgegolten werden können.

 

Begründung:

Die Voliere Zürich am Mythenquai und die Voliere Seebach erbringen vielfältige, teils unverzichtbare Dienstleistungen in den Bereichen Tierschutz und Soziokultur. Sie sind in ihrer Existenz bedroht, seit sich die Stadt Zürich aus der Mitfinanzierung zurückgezogen hat. Müssten die von den Volieren erbrachten Leistungen durch ein gleichwertiges, rein städtisches Angebot ersetzt werden, wäre dies nur zu weitaus höheren Kosten möglich und das heute vorhandene Fachwissen wäre verloren. Die Zukunft der Volieren soll deshalb mit einem neuen Finanzierungsmodell gewährleistet werden, das dem Stellenwert dieser Einrichtungen Rechnung trägt und das bei der Zusammenarbeit der Stadt mit anderen privaten Vereinen, etwa im Bereich Soziokultur, bereits erfolgreich angewendet wird.

Die HelpBird-Vogelpflegestation der Voliere Zürich am Mythenquai ist die bedeutendste Notfallstation für verletzte oder geschwächte Wildvögel der Schweiz. Ihr Verlust wäre ein schwerer Schlag für den Tierschutz und kann nicht hingenommen werden. Mit Ausnahme der Greifvogelstation in Berg am Irchel gibt es keine Institution mit analogen Kompetenzen im Bereich der Pflege und anschliessenden Auswilderung von Wildvögeln. Zwar wird die medizinische Erstversorgung neben der Voliere Mythenquai durch das Tierspital, Tierkliniken und Tierärzte gewährleistet. Für die teils sehr intensive und zeitaufwändige Nachbehandlung werden die Patienten der tiermedizinischen Einrichtungen aber in sehr vielen Fällen direkt an die Voliere Mythenquai überwiesen. Sie gilt in Fachkreisen als kompetent und vertrauenswürdig und verfügt über eine Auswilderungsstation im Kanton Zug, wo Patienten nach der Genesung wieder auf ein Leben in der freien Wildbahn vorbereitet und schliesslich freigelassen werden.

Die Fallzahlen der HelpBird-Vogelpflegestation steigen seit mehreren Jahren deutlich an, die Infrastruktur stösst in den Spitzenmonaten an ihre Grenzen. Neben der Bevölkerung, den städtischen Wildhütern, dem Tierspital, Tierkliniken und Tierärzten greifen auch Schutz und Rettung Zürich mit der Feuerwehr, Stadt-, See- und Kantonspolizei sowie das kantonale Veterinäramt sehr oft auf die Dienstleistungen der Voliere Mythenquai zurück – ohne sich an der Finanzierung zu beteiligen. Aktuell erhält die Notfallstation jährlich über 1‘300 Wildvögel von bis zu 65 verschiedenen Arten. Manche der Patienten stehen auf der Liste der in unserem Land vom Aussterben bedrohten Vogelarten. Die Erfolgsquote der HelpBird-Vogelpflegestation von der Einlieferung bis zur Auswilderung beträgt 54 % (2008).

Beide Volieren offerieren gegen Gebühr Ferienplätze für Heimtiere. Bei der Umplatzierung von Vögeln infolge Umzug des Besitzers, Spitalaufenthalt, Übertritt in ein Alters- oder Pflegeheim, Todesfall, Beschlagnahmung durch das Veterinäramt sowie anderen Gründen dienen sie als dezentrale Auffangstationen. Die Voliere Mythenquai ist zudem ein touristischer Anziehungspunkt mit jährlich rund 50‘000 Besuchern und verfügt über beträchtliches Aufwertungspotenzial. Die Voliere Seebach dient auch als Quartiertreffpunkt.

 

Mitteilung an den Stadtrat

Dokumente: 2012_0103.pdf (153 KB)
Beschlussnummer: 2454

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