Gemeinderat der Stadt Zürich

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Förderung der Solarthermie und der Photovoltaik sowie Potential der Nutzung für den lokalen Klimaschutz

GR Nummer 2012/7
Geschäftsart Schriftliche Anfrage

Aktueller Stand

Zuständiges Departement Gesundheits- und Umweltdepartement (GUD)

Ablaufschritte

DatumDetails
09.05.2012Kenntnisnahme

2012/7

Schriftliche Anfrage von Simon Kälin (Grüne) und Matthias Probst (Grüne) vom 11.01.2012:

Förderung der Solarthermie und der Photovoltaik sowie Potential der Nutzung für den lokalen Klimaschutz

 

Der Stadtrat beantwortet die Schriftliche Anfrage (STRB 454 vom 12. April 2012).

Beschlussnummer: 2668
11.04.2012Stadtrat, Antwort Dokumente: 2012_0007.pdf (91 KB)
11.01.2012Eingang, Frist 3 Monate

2012/7

Schriftliche Anfrage von Simon Kälin (Grüne) und Matthias Probst (Grüne) vom 11.01.2012:

Förderung der Solarthermie und der Photovoltaik sowie Potential der Nutzung für den lokalen Klimaschutz

 

Von Simon Kälin (Grüne) und Matthias Probst (Grüne) ist am 11. Januar 2012 folgende Schriftliche Anfrage eingereicht worden:

 

Der Klimawandel ist das dringlichste Umweltproblem unserer Zeit. Messdaten und Beobachtungen bestätigen den sich beschleunigenden Trend zur globalen Erwärmung, verursacht durch rasch weiter ansteigende CO2 - Emissionen und andere Treibhausgase. Mit einem Wärmeüberschuss von 2 Grad Celsius, dem wärmsten je verzeichneten Frühling, sowie dem zweitwärmsten Herbst, war das Jahr 2011 in der Schweiz das wärmste Jahr seit Messbeginn 1864. „Global denken, lokal handeln“ ist vor diesem Hintergrund ein sehr guter und wichtiger Leitsatz. In diesem Sinne hat der Zürcher Gemeinderat am 29.6.2011 die Motion 2008/269 der Fraktion der Grünen dem Stadtrat als Postulat zur Prüfung überwiesen. Gefordert wird eine weitgehende Nutzung aller geeigneten Dachflächen für die Gewinnung von Solarwärme und elektrischem Strom. Der Stadtrat wird gebeten, zur Bedeutung der Solarthermie und der Photovoltaik für den lokalen Klimaschutz folgende Fragen zu beantworten:

1.    Welches energetische Potential lässt sich für das Gebiet der Stadt Zürich anhand des
        digitalen 3D-Stadtmodells (Geomatik und Vermessung Zürich) für solarthermische und
        photovoltaische Nutzungen berechnen, unter der Annahme, dass alle geeigneten
        Dachflächen optimal solarthermisch genutzt werden, sowie unter Berücksichtigung
        eines realistischen Anteils der Photovoltaik bei der Nutzung dieser Dachflächen?

2.    Welches Klimaschutzpotential ergibt sich anhand der Verknüpfung dieser Potential-
        berechnung mit den technischen Gebäudedaten des eidgenössischen Gebäuderegisters
        für die flächendeckende Warmwasseraufbereitung mittels Solarthermie auf dem Gebiet
        der Stadt Zürich unter der Annahme, dass die gemäss Gebäuderegister bestehenden
        Ölheizungen stillgelegt und ersetzt werden, mit welchen jährlichen Einsparungen könnte
        dadurch bei den städtischen CO2 - Emissionen ungefähr gerechnet werden?

In seiner Antwort auf die Motion 2008/269 teilte der Stadtrat mit, die bestehenden Förderbeiträge für Sonnenkollektoren würden als ausreichend erachtet, zusätzliche Förderbeiträge seien deshalb nicht erforderlich. Hingegen gelte es, bestehende Informationsdefizite anzugehen und Akteurinnen und Akteure fachlich zu unterstützen und zu begleiten.

3.    Vertritt der Stadtrat in Bezug auf bestehende Förderbeiträge für Sonnenkollektor-Anlagen
        weiterhin dieselbe Haltung, wie begründet er sie?

4.    Welche städtischen Informationsangebote gibt es derzeit im Zusammenhang mit der
        Nutzbarmachung der Solarthermie und der Photovoltaik, welche Erfahrungen, Erfolge
        oder Misserfolge gibt es zu vermelden, bitte um Angaben mit Zahlen.

5.    Wann werden zusätzliche Angebote wie ein Sonnenkollektoren-Begleitprogramm als
        Bestandteil des Energie-Coachings lanciert?

Weiter teilte der Stadtrat in seiner Motionsantwort mit, eine flächendeckende Installation von Sonnenenergieanlagen würde sich mit entsprechenden gesetzlichen Vorgaben erreichen lassen. Die Frage, ob der Stadt aus rechtlicher Sicht Kompetenzen für derartige Vorschriften zustehen würden, erfordere hingegen eine vertiefte juristische Abklärung.

6.    Welche neuen Erkenntnisse gibt es dazu?

7.    Erachtet der Stadtrat die von der Erdgas Zürich AG geförderte Kopplung von Sonnen-
        kollektor-Anlagen mit Erdgas-Heizungen, wodurch die Abhängigkeit vom fossilen
        Brennstoff Erdgas bestehen bleibt und das Einsparpotential bei den CO2 - Emissionen
        nicht maximal ausgeschöpft wird, als klimapolitisch sinnvoll?

 

Mitteilung an den Stadtrat

Dokumente: 2012_0007.pdf (111 KB)
Beschlussnummer: 2193

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