Gemeinderat der Stadt Zürich

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Städtisches Pilotprojekt mit gebundenen Tagesschulen, Massnahmen betreffend der Information der Eltern und zur Ermittlung der Bereitschaft der Lehrpersonen für Betreuungsaufgaben in den Pilotschulen sowie Voraussetzungen und Kosten für ein flächendeckendes Angebot ab 2025

GR Nummer 2015/270
Geschäftsart Schriftliche Anfrage

Aktueller Stand

Zuständiges Departement Schul- und Sportdepartement (SSD)

Ablaufschritte

DatumDetails
18.11.2015Kenntnisnahme

2015/270

Schriftliche Anfrage von Dr. Daniel Regli (SVP) und Martin Götzl (SVP) vom 19.08.2015:

Städtisches Pilotprojekt mit gebundenen Tagesschulen, Massnahmen betreffend der Information der Eltern und zur Ermittlung der Bereitschaft der Lehrpersonen für Betreuungsaufgaben in den Pilotschulen sowie Voraussetzungen und Kosten für ein flächendeckendes Angebot ab 2025


Der Stadtrat beantwortet die Schriftliche Anfrage (STRB 940 vom 4. November 2015).

Beschlussnummer: 1416
04.11.2015Stadtrat, Antwort Dokumente: 2015_0270.pdf (117 KB)
19.08.2015Eingang, Frist 3 Monate

2015/270

Schriftliche Anfrage von Dr. Daniel Regli (SVP) und Martin Götzl (SVP) vom 19.08.2015:

Städtisches Pilotprojekt mit gebundenen Tagesschulen, Massnahmen betreffend der Information der Eltern und zur Ermittlung der Bereitschaft der Lehrpersonen für Betreuungsaufgaben in den Pilotschulen sowie Voraussetzungen und Kosten für ein flächendeckendes Angebot ab 2025


Von Dr. Daniel Regli (SVP) und Martin Götzl (SVP) ist am 19. August 2015 folgende Schriftliche Anfrage eingereicht worden:

 

Eine Mehrheit des Gemeinderats stimmte dafür, in der Stadt Zürich das ‚Pilotprojekt Tagesschulen 2015-2018‘ (GR Nr. 2014/259) zu starten. In den ausführlichen Diskussionen der Weisung in der Spezialkommission PRD/SSD gaben die Vertreter des SSD  immer wieder zu verstehen, dass das Projekt gut durchdacht und aufgegleist sei. Nun stieg kurz vor der Sommerpause eine der sieben Schulen unter grosser Medienöffentlichkeit aus dem Pilotprojekt aus. Offenbar war ein gewichtiger Teil der Lehrpersonen der Schule Balgrist/Kartaus nicht bereit, die grossen Änderungen eines Tagesschul-Betriebs hinzunehmen. Die Kreisschulpflege Zürichberg und das Schulamt hatten die Präferenzen der Lehrerschaft wohl nur unzureichend abgeklärt.

In der SK PRD/SSD versicherten die Vertreter des Schulamts mehrfach, es seien genügend Lehrpersonen vorhanden, die bereit seien, eine kürzere Mittagspause hinzunehmen. Zudem stünden ausreichend Lehrpersonen zur Verfügung, die zu geringerer Besoldung über die Mittagszeit Betreuungsaufgaben in der Tageschule übernehmen. Fragen, wie z.B. die Lehrerverbände auf die zusätzliche Belastung der Lehrerschaft bei schlechterer Bezahlung reagiert hätten, wurden nicht schlüssig beantwortet.

Nun zeigt sich, dass der Tagesschul-Pilot offenbar unzureichend vorbereitet ist. Der Stadtrat erklärt zwar seine Absicht, ab 2025 alle Schulen der Stadt Zürich als Tagesschulen zu betreiben. Doch sowohl bzgl. der Kosten als auch bzgl. der Mitwirkung von Eltern und Lehrerschaft gibt es offensichtlich markante, schädliche Erkenntnislücken.

 

In diesem Zusammenhang bitten wir den Stadtrat um die Beantwortung folgender Fragen:

  1. Welche der sechs verbleibenden Schulen starten zu welchen Zeitpunkten mit dem Pilotbetrieb Tagesschule?
  2. Welche Massnahmen wurden bisher unternommen, um die Eltern der sechs Pilotschulen über den Tages-Schulversuch zu informieren?
  3. Welche Massnahmen sind vorgesehen, um die Eltern der sechs verbleibenden Pilotschulen im Verlauf der nächsten Monate über den Tages-Schulversuch zu informieren? Wann sollen welche öffentlichen Veranstaltungen stattfinden?
  4. Welche finanziellen Optimierungen ergeben sich durch den Rückzug der Schule Balgrist/Kartaus sowie durch den verzögerten Beginn anderer Schulen?
  5. Mit welchen konkreten Massnahmen ermittelten Schulamt und KSP die Bereitschaft der Lehrpersonen der sieben Pilotschulen, eine kürzere Mittagspause zu akzeptieren und über die Mittagszeit Betreuungsaufgaben zu geringerer Besoldung zu übernehmen? Welche Kritikpunkte wurden von der Lehrerschaft und Lehrerverbänden im Rahmen der Vorabklärungen eingebracht? Wie adaptierten Schulamt und KSP die Kritikpunkte bei der Planung des Tageschulprojekts?
  6. Welche Defizite bei den Vorabklärungen mit dem Lehrkörper der Schule Balgrist/Kartaus stellen Schulamt und KSP Zürichberg heute fest? Welche Lehren zieht der Stadtrat aus dem Rückzug? Welche Ziele und Massnahmen sollen angepasst werden?
  7. Wie ist die Stimmung beim Lehrkörper der verbleibenden sechs Schulen des Pilotprojekts nach dem Rückzug der Schule Balgrist/Kartaus? Mit welchen weiteren Rückzügen ist zu rechnen? Welche neuen Anregungen/Forderungen wurden durch die Lehrerschaft dem Schulamt und/oder der KSP allenfalls übermittelt?
  8. Bitte um Auflistung aller Schulhäuser der Stadt Zürich. Welche dieser Schulen müssen bis 2025 umgerüstet werden, um einen Betrieb als Tagesschule zu garantieren? Welche Kosten entstehen durch welche Umbauten und Anpassungen der Infrastruktur in diesen Schulhäusern? Was kostet die Bereitstellung aller Schulen der Stadt Zürich als Tagesschulen?
  9. Welche anderen potenziellen Kosten in welcher Höhe entstehen für die Stadt voraussichtlich, um in Zürich 2025 flächendeckend Tageschulen anzubieten?
  10. Mit welchen jährlichen Mehrkosten für den Schulbetrieb rechnet die Stadt beim flächendeckenden Angebot Tageschulen ab 2025 verglichen mit dem Schulbetrieb 2014?

 

Mitteilung an den Stadtrat

Dokumente: 2015_0270.pdf (75 KB)
Beschlussnummer: 1177

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