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Pensionskasse der Stadt Zürich, Umfang der Investitionen in klimaschädigende Firmen sowie Wirkung der Investitionen bezüglich der Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit

GR Nummer 2015/290
Geschäftsart Schriftliche Anfrage

Aktueller Stand

Zuständiges Departement Finanzdepartement (FD)

Ablaufschritte

DatumDetails
02.12.2015Kenntnisnahme

2015/290

Schriftliche Anfrage von Markus Knauss (Grüne) und Marco Denoth (SP) vom 02.09.2015:

Pensionskasse der Stadt Zürich, Umfang der Investitionen in klimaschädigende Firmen sowie Wirkung der Investitionen bezüglich der Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit

 

Der Stadtrat beantwortet die Schriftliche Anfrage (STRB 977 vom 18. November 2015).

Beschlussnummer: 1491
18.11.2015Stadtrat, Antwort Dokumente: 2015_0290.pdf (97 KB)
02.09.2015Eingang, Frist 3 Monate

2015/290

Schriftliche Anfrage von Markus Knauss (Grüne) und Marco Denoth (SP) vom 02.09.2015:

Pensionskasse der Stadt Zürich, Umfang der Investitionen in klimaschädigende Firmen sowie Wirkung der Investitionen bezüglich der Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit


Von Markus Knauss (Grüne) und Marco Denoth (SP) ist am 2. September 2015 folgende Schriftliche Anfrage eingereicht worden:

 

Die Pensionskasse der Stadt Zürich verpflichtet sich in ihrem Anlagereglement zu einer nachhaltigen Anlagepolitik. Gemäss Anlagereglement „fördert sie die ökonomische, soziale und ökologische Nachhaltigkeit, indem sie eine gute Corporate Governance, die Einhaltung internationaler Menschen- und Arbeitsrechte sowie die Einhaltung ökologischer Standards (allgemein: z.B. Reduktion des CO2-Ausstosses; im Aktienbereich: z. B. UN Global Compact; im Immobilienbereiche: z.B. Minergie-Standard fordert.“

Nun ist bekannt geworden, dass die Pensionskasse der Stadt Zürich entgegen diesen Grundsätzen und entgegen den Bekenntnissen der Stadt Zürich zu Klimaschutz und 2000-Watt-Gesellschaft nach wie vor in klimaschädigenden Firmen investiert ist und diese Investitionen auch nicht reduzieren will (Wochenzeitung, 27. August 2015).

Investitionen in fossile Energie sind aber nicht nur ökologisch fragwürdig, sondern auch wirtschaftlich riskant. Aufgrund des rapide zunehmenden Klimawandels sind weltweit einschneidende Massnahmen zur Minderung des Klimawandels in Diskussion. Falls diese tatsächlich realisiert werden, werden grosse Investitionen der im fossilen Bereich tätigen Firmen wertlos. Weltweit wollen deshalb vorausschauende institutionelle Anleger nicht mehr weiter in fossile Energien investieren.

 

In diesem Zusammenhang stellen sich folgende Fragen:

  1. Welchen Umfang haben die Investitionen der Pensionskasse der Stadt Zürich in den Bereichen Erdöl, Kohle und Erdgas (gebeten wird um eine aktuelle Auflistung nach Firmen, der Art und dem Wert des Portfolios)?
  2. Welchen Umfang haben die Investitionen der Pensionskasse der Stadt Zürich im Bereich der erneuerbaren Energien (gebeten wird um eine aktuelle Auflistung nach Firmen, der Art und dem Wert des Portfolios)?
  3. Ist die Pensionskasse der Stadt Zürich auch im Bereich Atom engagiert?
  4. Hat die Pensionskasse der Stadt Zürich in den letzten fünf Jahren neue Investitionen in Erdöl-, Kohle- oder Erdgasfirmen getätigt oder Investitionen erhöht (gebeten wird auch hier um eine Auflistung nach Firmen, Art und Wert des Portfolios)?
  5. Erachtet der Stadtrat Investitionen der Pensionskasse der Stadt Zürich in Erdöl-, Kohle-oder Erdgasunternehmen als kompatibel mit dem Ziel einer Reduktion des C02-Ausstosses?
  6. Wie beurteilt der Stadtrat von Zürich Investitionen der Pensionskasse in Erdöl-, Kohle- oder Erdgasunternehmen unter politischen Aspekten einer auf Nachhaltigkeit, 2000-Watt-Gesellschaft und Ausstieg aus der fossilen Wirtschaft ausgerichteten Politik?
  7. Wie beurteilt der Stadtrat von Zürich Investitionen der Pensionskasse in Erdöl-, Kohle- oder Erdgasunternehmen unter dem wirtschaftlichen Aspekt?
  8. Welche Strategie verfolgt die Pensionskasse der Stadt Zürich in Bezug auf Investitionen in Erdöl-, Kohle- und Erdgasunternehmen?

 

Mitteilung an den Stadtrat

Dokumente: 2015_0290.pdf (69 KB)
Beschlussnummer: 1220

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