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Fossil- und atomfreie Anlageentscheide für die Investitionen sämtlicher Anlagegefässe der Stadt

GR Nummer 2016/8
Geschäftsart Postulat

Aktueller Stand

Zuständiges Departement Finanzdepartement (FD)

Ablaufschritte

DatumDetails
24.08.2016Rückzug

2016/8

Postulat von Markus Knauss (Grüne) und Marco Denoth (SP) vom 06.01.2016:

Fossil- und atomfreie Anlageentscheide für die Investitionen sämtlicher Anlagegefässe der Stadt


Markus Knauss (Grüne) zieht das Postulat zurück.

 

Mitteilung an den Stadtrat

Beschlussnummer: 2137
20.01.2016Ablehnung, beantragt

2016/8

Postulat von Markus Knauss (Grüne) und Marco Denoth (SP) vom 06.01.2016:

Fossil- und atomfreie Anlageentscheide für die Investitionen sämtlicher Anlagegefässe der Stadt


Gemäss schriftlicher Mitteilung ist der Vorsteher des Finanzdepartements namens des Stadtrats bereit, das Postulat zur Prüfung entgegenzunehmen.

 

Dr. Christoph Luchsinger (FDP) stellt namens der FDP-Fraktion den Ablehnungsantrag.

 

Damit ist das Geschäft vertagt.

 

Mitteilung an den Stadtrat

Beschlussnummer: 1602
13.01.2016Stadtrat, Entgegennahme
06.01.2016Eingang, Frist 3 Monate

2016/8

Postulat von Markus Knauss (Grüne) und Marco Denoth (SP) vom 06.01.2016:

Fossil- und atomfreie Anlageentscheide für die Investitionen sämtlicher Anlagegefässe der Stadt


Von Markus Knauss (Grüne) und Marco Denoth (SP) ist am 6. Januar 2016 folgendes Postulat eingereicht worden:

 

Der Stadtrat wird aufgefordert zu prüfen, wie die Investitionen sämtlicher Anlagegefässe der Stadt Zürich (z.B. Pensionkasse der Stadt Zürich, Unfallversicherung, Anlagen der Stadtkasse, etc.) fossil- und atomfrei ausgestaltet werden können.

 

Begründung:

Die Stadt Zürich ist mit ihren diversen Anlagegefässen ein wichtiger Investor und kann damit Investitionsentscheide im Sinne der städtischen Politik ganz direkt beeinflussen.

Gemäss Antwort auf die schriftliche Anfrage 2015/290 hält allein die Pensionskasse der Stadt Zürich rund 4,5 % oder 700 Millionen Franken ihrer Anlagen in Firmen der Sektoren Erdöl, Kohle und Erdgas. Ebenfalls hält die Pensionskasse Anteile an Atomstromanlagen. Wegen der passiven Vermögensverwaltung durch externe Asset-Managerinnen und Manager will die Pensionskasse auch keinen Einfluss auch die Investitionen in fossile oder atomare Energien nehmen.

Das BAFU stellt allerdings in einer neuen Studie („Kohlestoffrisiken für den Finanzplatz Schweiz“) vom 23. Oktober 2013 fest, dass Anlagen in fossile Energien mit einem hohen Risiko verbunden sind. Je konsequenter nämlich das 2-Grad-Klimaziel verfolgt wird, desto grösser sind die finanziellen Risiken von Investitionen in fossile Energien. Die Studie rechnet damit, dass bei Pensionkassen je nach Szenario zwischen 3 und 21% der Vorsorgeleistung der Pensionierten gefährdet wäre.

Die Stadt Zürich ist gemäss Gemeindeordnung verpflichtet, den Anteil der CO2-Emissionen massiv zu reduzieren sowie gänzlich aus der Atomenergie auszusteigen. Weil sich diese Grundsätze mit Investitionen in Erdöl, Gas, Kohle oder Atomstrom nicht vereinbaren lassen, wird der Stadtrat aufgefordert, seinen Einfluss auf die diversen Anlagegefässe so geltend zu machen, dass in Zukunft Anlagen in fossile oder atomare Energien ausgeschlossen werden können und die bestehenden Investitionen aufgelöst werden.

Die Klimakonferenz in Paris hat zweierlei gezeigt: Die Weltgemeinschaft ist ernsthaft daran interessiert, ein ambitioniertes Klimaziel zu erreichen. Und zur Erreichung dieses Klimaziels ist es wichtig, dass ein grosser Teil der fossilen Rohstoffe erst gar nicht genutzt wird.

Mit einer Neuorientierung ihrer Anlageentscheide kann die Stadt Zürich eine atom- und fossilfreie Zukunft gestalten und erst noch die finanzielle Sicherheit ihrer Anlagen verbessern.

 

Mitteilung an den Stadtrat

Dokumente: 2016_0008.pdf (64 KB)
Beschlussnummer: 1568

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