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Repressive Massnahmen der städtischen Behörden gegen die Homosexuellenbewegung, Hintergründe sowie Möglichkeiten für eine historische Aufarbeitung

GR Nummer 2014/370
Geschäftsart Schriftliche Anfrage

Aktueller Stand

Zuständiges Departement Präsidialdepartement (PRD)

Ablaufschritte

DatumDetails
18.03.2015Kenntnisnahme

2014/370

Schriftliche Anfrage von Marcel Bührig (Grüne), Patrick Hadi Huber (SP) und 8 Mitunterzeichnenden vom 19.11.2014:

Repressive Massnahmen der städtischen Behörden gegen die Homosexuellenbewegung, Hintergründe sowie Möglichkeiten für eine historische Aufarbeitung


Der Stadtrat beantwortet die Schriftliche Anfrage (STRB 183 vom 4. März 2015).

Beschlussnummer: 812
04.03.2015Stadtrat, Antwort Dokumente: 2014_0370.pdf (91 KB)
19.11.2014Eingang, Frist 3 Monate

2014/370

Schriftliche Anfrage von Marcel Bührig (Grüne), Patrick Hadi Huber (SP) und 8 Mitunterzeichnenden vom 19.11.2014:

Repressive Massnahmen der städtischen Behörden gegen die Homosexuellenbewegung, Hintergründe sowie Möglichkeiten für eine historische Aufarbeitung


Von Marcel Bührig (Grüne), Patrick Hadi Huber (SP) und 8 Mitunterzeichnenden ist am 19. November 2014 folgende Schriftliche Anfrage eingereicht worden:

 

In den 50er-Jahren gab es in der Stadt Zürich mit der europaweit ausstrahlenden Organisation „Der Kreis“ eine aktive und grosse Homosexuellenbewegung, in welcher sie sich zumindest im Verborgenen frei entfalten konnten, obwohl Homosexuelle in einer ihnen grossmehrheitlich feindlich gesinnten Gesellschaft lebten. Während der damalige Stadtrat die Bewegung anfangs noch gewähren liess, wurde diese Ende 50er-, anfangs 60er-Jahre auch von polizeilicher Seite unterdrückt z.B. mit Tanzverboten oder mit Razzien. Später wurde bis in die 90er-Jahre ein Schwulenregister geführt.

 

In diesem Zusammenhang bitten wir den Stadtrat um die Beantwortung der folgenden Fragen:

  1. Wie beurteilt der heutige Stadtrat das damalige Verhalten aller städtischen Behörden und insbesondere dasjenige der Stadtpolizei?
  2. Welche Massnahmen wurden damals vom Stadtrat erlassen und durchgesetzt, wie z.B. das Tanzverbot?
  3. Welche polizeilichen Aktionen (Razzien, Hausdurchsuchungen, etc.) wurden im erklärten Zusammenhang durchgeführt?
  4. Gibt es Archivbestände (Akten, Protokolle, Quellen) zu den damaligen Vorfällen und wäre der Stadtrat bereit, diese allenfalls der Öffentlichkeit bzw. den Historikerinnen und Historikern zugänglich zu machen?
  5. Wann wurde das Schwulenregister eingeführt und wie lange wurde es weiter bewirtschaftet? Wurde es vollständig vernichtet?
  6. Wurden die damaligen Erlasse des Stadtrats sowie das Verhalten der Stadtverwaltung bereits historisch aufgearbeitet? Falls ja: in welcher Form? Falls nein: besteht die Absicht, dies beispielsweise in Zusammenarbeit mit Fachhochschulen, Universitäten bzw. anderen Instituten zu tun?
  7. Wie hoch schätzt der Stadtrat den Aufwand für eine historisch akkurate Aufarbeitung unter Einbezug anderer Institute?

 

Mitteilung an den Stadtrat

Dokumente: 2014_0370.pdf (547 KB)
Beschlussnummer: 536

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